Präsentation und Übergabe der Sonderpostwertzeichen, „Leuchttürme 2009 – Norderney und Hiddensee“ am 02.07.2009 im Conversationshaus

Rede des Bürgermeisters


Sehr geehrter Herr Ministerialdirektor Türmer vom Bundesfinanzministerium,
sehr geehrter Herr de Boer, WSA
verehrte Mitglieder der Norderneyer Briefmarkenfreunde, namentlich hier Frau Siemon und Herr Kaput,
sehr geehrter Herr Bojunga, der letzte Leuchtturmwärter am Norderneyer Leuchtturm,
liebe Mitglieder des Rates der Stadt,
sehr geehrte Einwohner und Gäste,
 
 
Eine Briefmarke wird definiert, als ein meist rechteckiges, oftmals gezähntes Postwert-zeichen, das auf Papier gedruckt wird und zur Bezahlung der Beförderung von Postsendungen dient. Über diesen Zweck hinaus, finden Briefmarken als Sammelobjekte ein großes Interesse.
 
Neben dieser eigentlichen Zweckbestimmung ist eine Briefmarke auch eine willkommene Form der Selbstdarstellung – ein nicht zu unterschätzendes Werbemittel. In diesem Sinne profitieren sowohl die Insel Hiddensee wie auch die Insel Norderney, deren Bewohner fast ausschließlich vom Tourismus leben, von diesem begleitenden Effekt. Es ist erkennbar, dass besonders die Sondermarkenreihe „Leuchttürme“, die nun auch die Leuchttürme Dornbusch und Norderney berücksichtigt,  eben diese Aufmerksamkeit findet, sicherlich an einen schönen Aufenthalt erinnert und zur Wiederkehr einlädt.
 
Leuchttürme weisen den Schiffen ihren Weg – weit mehr in der Vergangenheit als heute. Viele dieser Türme, die ihren Leuchtfinger über das Meer streichen lassen, sind durch schwimmende Bojen, durch das Radar und andere moderne Navigationssysteme ersetzt worden. Leuchttürme sind imposante Bauwerke, Zeugnisse technischer Leistungen und Denkmäler der Seefahrtsgeschichte.
 
„Da ist noch mehr“, dies hat den Maler Ole West, der über zwei Jahrzehnte auf Norderney lebte und jetzt in seine Geburtsstadt Wedel an der Elbe zurückgekehrt ist, besonders inspiriert und lässt sich in seinen Bildern wiederfinden. Leuchttürme sind ein wichtiges Thema seines künstlerischen Schaffens, wobei er auch den Leuchtturm Dornbusch gemalt hat. Mit seinen Worten: „Diese Türme laden ein zum Träumen, von der Weite anderer Länder, sie bieten Schutz, egal welches Wetter.“
Oswald Köberl schrieb 1907 in einem Gedicht: „Wenn Wetter tobten, Stürme keuchten, so retteten sie manches Schiff. Ich suche Türme, die im Alltag leuchten. Auch da bedroht mich manches Riff“.
Leuchttürme mit ihrer ausgefallenen Optik in der Laterne sind nicht nur „technische Wunderwerke“, sondern sind auch Symbole der Hoffnung, sie geben Licht in der Dunkelheit und weisen den Weg.  
 
Wenn auch der Leuchtturm Dornbusch mit einer Turmhöhe von 27,5 Meter niedriger ist als der Leuchtturm Norderney, welcher eine Höhe von 54 Meter erreicht, so liegt seine Feuerhöhe doch beträchtlich über der des Norderneyer Leuchtturmes. 1874 wurde unser Leuchtturm inmitten der Insel Norderney in Betrieb genommen und weist seitdem den vielen Schiffen, die in die Deutsche Bucht der Nordsee ein- und ausfahren, ihren Weg.  Für viele der mehr als
400.000 Touristen ist der Leuchtturm ein beliebtes Ausflugsziel, aus dessen Höhe sich die Insel und deren Umgebung überblicken lässt.
Die Umgebung, die in der letzten Woche das Prädikat „Weltnaturerbe“ verliehen bekommen hat. Insofern haben wir es im Moment tatsächlich mit zwei – zumindest für Norderney – historischen Momenten zu tun, denn die Herausgabe eines Postwertzeichens zum Leuchtturm und damit zur Insel ist ein heraus stechendes Ereignis. Damit kann wahrlich nicht jeder aufwarten. Deshalb freuen wir uns über die Entscheidung des Bundesfinanzministeriums.
 
Vielleicht gelingt es ja, über einen guten Verkauf des Sonderpostwertzeichens die derzeit arg gebeutelten Kassen wieder ein wenig mit anzufüllen.
Die neuen Marken habe ich mir schon kurz angesehen. Ein Fehler – gerade in der Erstausgabe – wäre in dem Zusammenhang sicher auch nicht uninteressant gewesen. Schließlich weiß man ja um den besonderen Wert von Inselbriefmarken, vor allem den kleinen blauen.
 
Anlass des Dankes besteht in besonderem Maße in Richtung unserer Norderneyer Briefmarkenfreunde, die das Thema 2006 aufgegriffen haben. Ohne ihre Initiative wäre es so weit nicht gekommen.
Nochmals: Die Insel freut sich an diesem Tage.
 
Ich wünsche allen Beteiligten und Besuchern interessante Begegnungen, einen angenehmen Aufenthalt und sauberen Ersttagsstempel.       
 

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