Pressemitteilung Nr. 12 vom 28.07.2009

Aufsichtsratsitzung des Staatsbades


Am vergangenen Montag fand eine umfangreiche Arbeitssitzung des Aufsichtsrates beim Staatsbad statt. Zu Beginn der gut fünfstündigen Sitzung stellte ein Norderneyer ein Projekt zur Entwicklung des Freibadgeländes am Weststrand vor. Es geht darin um die Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Sport- und Spielangebotes im Bereich des Weststrandes und des ehemaligen Freibades, das wirtschaftlich an eine Hotelappartementanlage eingebunden werden könnte. Diese sollte nach der Idee mit Elementen der Bäderarchitektur aus dem vorhandenen Baubestand des Freibades entwickelt werden. Einrichtungen wie die Robbe und das Seebademuseum könnten dort integriert werden.
Die Gedanken wurden interessiert entgegen genommen. Unabhängig von rechtlichen Problemen im Baurecht konnte sich der Aufsichtsrat auch angesichts der dahinter stehenden Finanzierungsstrategie nicht zu einer positiven Haltung durchringen. Inwieweit Elemente daraus bei der weiteren Entwicklung des Standortes am Weststrand berücksichtigt werden können, muss im Moment offen bleiben.
 
Wesentlicher Inhalt der Aufsichtsratssitzung war die grundsätzliche Lage des Staatsbades selbst. So wurde durch den Wirtschaftsprüfer das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2008 vorgestellt und erläutert. Der Aufsichtsrat sah sich bestätigt, gerade rechtzeitig die Veränderungen beim Kurbeitrag vorgenommen zu haben. Andernfalls wären die Mehrbelastungen durch die zahlreichen Investitionen durch den Geschäftsbetrieb nicht abzufangen gewesen. Viele Aufwandspositionen konnten über die Jahre deutlich abgebaut werden, wenngleich jetzt in Teilbereichen auch wieder Anstiege zu verzeichnen sind. Dies hat z. B. damit zu tun, dass einhergehend mit der Veränderung der Struktur des Kurbeitrages auch der Veranstaltungsbereich ausgebaut wurde. Erfreut konnte der Aufsichtsrat zur Kenntnis nehmen, dass erstmalig seit 2004 mit 77.000 € ein positives Jahresergebnis erzielt werden konnte. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Wirtschaftsbetriebe Norderney GmbH maßgeblich zur finanziellen Erstausstattung der Staatsbad GmbH beigetragen hat und dort bislang keine Rückflüsse stattfanden. Dennoch darf ausdrücklich festgestellt werden, dass sich Norderney mit der geschäftlichen Entwicklung der Staatsbad auf gutem Wege befindet und sich das Ergebnis in äußerst erfreulicher Weise von dem vieler anderer touristischer Betriebe in Deutschland unterscheidet. Neben Strukturveränderungen in vielen Teilen des Unternehmens haben inzwischen auch die namhaften Investitionen in diverse Liegenschaften gegriffen. Dadurch ist das Aufkommen aus Verpachtungen deutlich gestiegen. Die positive Entwicklung gilt praktisch über alle betrieblichen Teilbereiche hinweg.
 
Der Aufsichtsrat wurde informiert über die in Vorbereitung befindliche Installation eines Hochseilgartens auf dem Freibadgelände am Weststrand, über die im Wesentlichen abgeschlossene Umgestaltung des Kurgartens, über den Stand in der Sache Fünf-Sterne-Hotel und über die in Vorbereitung befindliche Einrichtung von Spiel- und Freizeitangeboten im Bereich vor der Marienstraße.
 
Das Gremium hat sich weiter mit der Vermietung des Personalhauses An der Mühle 3 befasst. Dort hält das Staatsbad bekanntlich ein Personalhaus vor, das eigentlich nur für wenige Wochen in der Hauptsaison in vollem Umfang benötigt wird. Wirtschaftlich ist es nicht zu vertreten, das Haus in der übrigen Zeit des Jahres leer stehen zu lassen. Gleichwohl ist es dem Staatsbad bekanntlich verwehrt, aktiv im Vermietungsbereich einzusteigen. Deshalb hat der Aufsichtsrat dafür plädiert, die Vermietung des Wohnhauses möglicherweise im Zusammenhang mit den Aktivitäten im Bereich des Sports zu verbinden. Eine kurze Diskussion gab es neuerlich auch zur Verwertung des großen Saales im Haus der Insel. Hier lag wieder einmal eine Anfrage eines Veranstalters vor, dort Veranstaltungen unter dem Thema „Oktoberfest“ durchzuführen. Trotz der durchaus verlockenden Mietangebote hat der Aufsichtsrat von solchen Entwicklungen Abstand genommen.
 
Auf einer nächsten Sitzung wird sich das Gremium mit der NorderneyCard und der damit zusammenhängenden Kurbeitragserhebung befassen.

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